Verbunden bleiben: Netzwerke und Bündnisse

Wenn interessierte Akteure aus der Grundbildungsarbeit, die beispielsweise über Fortbildungen, Öffentlichkeitsarbeit und die Kooperation mit kommunalen Arbeitgebern bereits in Kontakt gekommen sind, sich mehr oder weniger offiziell zusammenschließen, um das Thema gemeinsam voranzubringen, entstehen kommunale Netzwerke oder Bündnisse.

Diese Netzwerke und Bündnisse können, sehr wertvoll sein, denn:

  • Viele Bürgerinnen und Bürger können zum Thema sensibilisiert und so neue Teilnehmende für Grundbildungskurse gewonnen werden.
  • Wissen und Ressourcen können ausgetauscht und geteilt werden (zum Beispiel Informationen über Lernangebote verbreiten, bedarfsgerechte Angebote entwickeln, gegenseitige Unterstützung bei Anträgen).
  • Verschiedene Akteure bringen ihre unterschiedlichen Blickwinkel auf das Thema ein. So erweitert sich die Perspektive aller.
  • Netzwerkpartner haben Durchsetzungskraft für ihre Anliegen in der Öffentlichkeit und der Kommunalpolitik. Es wirkt stärker, wenn man zusätzlich zu einem Konzept auch gleich auf Mitstreiter verwesen kann.
  • Alle relevanten Institutionen und Akteure können einbezogen werden

Um ein erfolgreiches und wirksames lokales Netzwerk zu schaffen, gilt es, Kosten und Nutzen für die eigene Kommune abzuwägen und einige Bedingungen beim Aufbau und bei der Pflege zu beachten. Klare Ziele schaffen Gemeinsamkeit und ein einheitliches Verständnis des Themas.

So funktioniert ein Netzwerk

Die Grundbildungsbeauftragten als zentrale Ansprechpersonen für das Thema Grundbildung gegenüber der Verwaltung und weiteren Akteuren in der Kommune erfüllen zum Teil Funktionen, die den Aufgaben einer Netzwerkkoordination entsprechen, wie sie Susanne Syren im Artikel „Netzwerke im Rahmen einer kommunalen Strategie für Grundbildung“ (Handreichung S. 82ff) [pdf, 3.9 MB] beschreibt. Die Autorin, deren Erfahrungen unter anderem auf der Tätigkeit als Regionalkoordinatorin im GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung basieren, teilt in ihrem Beitrag ihre Überlegungen zur Herangehensweisen bei der Gründung eines Netzwerkes. Sie nennt verschiedene Akteure und ihre Interessen und Nutzen im Netzwerk und macht auf Funktionsweisen und Spielregeln aufmerksam.

Downloads:

10 Tipps zur Gründung eines Grundbildungs-Netzwerks (Handreichung S. 87) [pdf, 3.9 MB]
10 Tipps für ein erfolgreiches Netzwerkmanagement (Handreichung S. 88) [pdf, 3.9 MB]

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