Unterstützung gewinnen

Erfahren Sie hier, wie Sie Unterstützungsstrukturen aufbauen können.

Steuerungsgruppe gründen

Die Initiierung einer Steuerungsgruppe hat sich in der ersten Projektphase als wichtige Unterstützung für die Arbeit des/-r Grundbildungsbeauftragten erwiesen. In regelmäßigen Abständen von ca. drei Monaten trafen sich dabei Mitglieder der Verwaltung (z. B. Leiter von Bildungsreferaten, Stabsstellen oder Ämtern) mit den Grundbildungsbeauftragten persönlich und überlegten die einzelnen Schritte der kommunalen Grundbildungsplanung. Dieser Austausch ermöglichte es den Grundbildungsbeauftragten, in die kommunalen Verwaltungsstrukturen Einblick zu gewinnen und sich über Strategien und Herangehensweisen zu beraten. Der/Die Grundbildungsbeauftragte übernahm dabei die regelmäßige Organisation und Moderation der Treffen.

Aktive Unterstützer/-innen gewinnen

Um das Thema Alphabetisierung an der richtigen Stelle anzubringen und Unterstützer/-innen für die Initiierung von Schulungen der kommunalen Mitarbeiter/-innen und Unternehmensleiter/-innen zu gewinnen, ist es sinnvoll, zunächst die lokalen Verwaltungsstrukturen zu prüfen und geeignete Ansprechpartner zu identifizieren. Dies können z. B. Fach- oder Geschäftsbereichsleiter/-innen aus der Stadtverwaltung sein.
Das Personalamt der Kommunalverwaltung kann hierbei auch eine Schlüsselstelle einnehmen, denn die Mitarbeiter/-innen dieser Abteilung stellen in der Regel eine Schnittstelle mit anderen Abteilungen dar. Gremien und Ausschüsse können ebenfalls genutzt werden, um Unterstützer/-innen zu gewinnen, wie z. B. Amtsleiterrunden, Personalratssitzungen oder Ausschüsse für Bildung. Auch verwaltungsexterne Formate haben sich in der ersten Projektphase als nützliche Präsentationsplattform erwiesen, so z. B. die Mitgliederversammlung der VHS, Treffen von Bildungs-/Alphabetisierungsbündnissen, Versammlungen der Fraktions-Stadtverbände oder Fachstellen für Arbeitsmarktpolitik.
Die politische Spitze sollte ebenfalls dazu ermutigt werden, ihr Engagement zu zeigen. In der ersten Phase des Projekts AlphaKommunal haben die Grundbildungsbeauftragen einen Letter of Intent (LoI) zu Beginn des Projektes von dem/r jeweiligen Landrat/-rätin oder Bürgermeister/-in eingeholt, der die Grundlage für eine aktive Unterstützung lieferte. Außerdem konnte dieser LoI ebenfalls als Argument für die Überzeugung der kommunalen Spitzen verwendet werden. Diese Personen können Projektergebnisse als Schirmherren/-damen präsentieren oder ggf. unterstützende Maßnahmen bei der Gewinnung von Teilnehmenden durchführen. In der ersten Projektphase hat so z. B. der Stadtvorstand in Kaiserslautern durch ein Unterstützerschreiben einen enormen Zuwachs an Teilnehmenden für die Fortbildung zu funktionalem Analphabetismus bewirkt.


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