AlphaPanel-Studie

In der AlphaPanel-Studie wurde erstmals untersucht, welches Niveau der schriftsprachlichen Kompetenz die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Alphabetisierungskursen der Volkshochschulen erreichen. Bis zur Veröffentlichung der Studie im Jahr 2011 waren „lernende Analphabeten“ ein Personenkreis, über den so gut wie keine Informationen vorlagen. Mit der Befragung von Bildungseinrichtungen, Kursleitungen sowie den Betroffenen selbst gelang es, erstmals wichtige Grunddaten bereitzustellen. Durchgeführt wurde die Studie von 2009 bis 2011 unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Lehmann an der Humboldt-Universität Berlin.

Rund 11.500 Lernende pro Jahr besuchen die Alphabetisierungskurse der Volkshochschulen. Neben Einblicken in den Bildungsweg der Lernenden zeigt die Studie außerdem, in welchen Berufen sie tätig sind. Sie berichtet darüber, welche Schwierigkeiten Lernende auf dem Weg zum Lesen und Schreiben zu überwinden haben und was sie sich von ihrem Alphabetisierungskurs versprechen. Daneben verweist die Studie allerdings auch auf Schwierigkeiten der Alphabetisierungsarbeit an Volkshochschulen. Von mehreren Millionen Betroffenen in Deutschland nutzt nur ein sehr geringer Teil ein entsprechendes Unterrichtsangebot. Eine Herausforderung besteht folglich darin, zukünftig einen größeren Anteil der funktionalen Analphabeten und Analphabetinnen in Deutschland zu erreichen.

Für weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse steht die AlphaPanel-Studie hier [PDF, 684 KB] zum kostenlosen Download zur Verfügung.