PIAAC-Studie

PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) ist eine internationale Vergleichstudie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und untersucht die zentralen Alltagsfertigkeiten Erwachsener: Lesekompetenz, alltagsmathematische Kompetenz und technologiebasiertes Problemlösen. Die Stichprobe umfasst die erwachsene Wohnbevölkerung zwischen 16 und 65 Jahren in 24 OECD-Ländern. Die Erhebung soll alle 10 Jahre wiederholt werden.

Die ersten Resultate wurden 2013 veröffentlicht und weisen für Deutschland viele Parallelen zu den Ergebnissen der PISA-Studie 2000 auf. Bei allen drei untersuchten Grundkompetenzen liegt Deutschland im Mittelfeld, wobei in der alltagsmathematischen Kompetenz leicht überdurchschnittliche, in der Lesekompetenz leicht unterdurchschnittliche Werte erzielt wurden, die vor allem durch Schwächen im unteren Leistungsbereich zustande kamen.

Etwa 17 Prozent der Erwachsenen in Deutschland lesen auf den untersten sogenannten Kompetenzniveaus. Weitere Ergebnisse der Studie für Deutschland zeigen, dass mehr als die Hälfte der Personen mit maximal Hauptschulabschluss nur elementare Aufgaben bewältigen können und dass das Kompetenzniveau stark vom elterlichen Bildungshintergrund geprägt ist.

Auf der Website von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften stehen neben weiteren Informationen zur Studie die Berichte und eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus deutscher Sicht.