AlphaKommunal (Transfer)

Das Transferprojekt AlphaKommunal des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. erarbeitet gemeinsam mit Kommunen Strategien und Materialien, um das Thema Grundbildung in die Öffentlichkeit zu tragen und Teilnehmende für Grundbildungskurse zu gewinnen. Im Transferprojekt sollen die in der Pilotphase erarbeiteten Strategien in fünf Modellregionen bundesweit umgesetzt und durch weitere Materialien ergänzt werden. Unter anderem geht es um:

  • Beratung und Information von Kommunen zu ihrer individuellen Grundbildungsplanung,
  • Fortbildungen und ein Sensibilisierungsvideo zum Thema „Funktionale Analphabet/-innen erkennen ansprechen und informieren“ für Mitarbeiter/-innen der Kommunalverwaltung und kommunaler Betriebe,
  • arbeitsplatzbezogene Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebote,
  • Strategien der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit,
  • ein Online-Informationssystem für Kommunen, das einzelne Module mit Materialien und Hinweisen für eine Grundbildungsplanung sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum bereitstellt.

Die Erfahrungen und Ergebnisse der Pilotphase des Projektes, die von Oktober 2012 bis September 2015 dauerte, sind in der Handreichung „Kommunale Grundbildungsplanung. Strategieentwicklung und Praxisbeispiele“ zusammengefasst. Darin berichten die drei Modellstandorte Potsdam, Kaiserslautern und Uelzen von ihren Erfahrungen. Außerdem bietet die Handreichung Handlungsempfehlungen und Praxis-Materialien, wie beispielsweise ein Fortbildungskonzept für kommunale Beschäftigte oder eine Checkliste zur Organisation eines Weltalphatages, die im Pilotprojekt erarbeitet wurden. Die Handreichung und weitere entstandene Produkte stehen zum kostenlosen Download hier zur Verfügung. Wichtiger Hinweis zum Fortbildungskonzept [pdf, 431 KB]

Ausgangslage

Kommunen in Deutschland verfügen über vielfältige Möglichkeiten, den nachholenden Erwerb von Grundbildung zu fördern. Denn sie sind sowohl Arbeitgeber und Partner der lokalen Wirtschaft als auch Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger. Im Rahmen ihrer kommunalen Bildungsplanung können sie Grundbildungsangebote systematisch und nachhaltig fördern.

Volkshochschulen sind auf kommunaler Ebene vernetzt und kooperieren auf vielfältige Art und Weise mit unterschiedlichen Akteuren vor Ort. Sie sind der größte Anbieter von Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen und verfügen über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in diesem Bereich.

Gemeinsam kann es ihnen gelingen, neue Zielgruppen zu erschließen und diesen den nachholenden Erwerb von Grundbildung zu ermöglichen.

Vorgehen

Die in der Pilotphase entwickelten Instrumente für eine kommunale Grundbildungsplanung sollen mit Unterstützung von fünf regionalen Grundbildungsberater/-innen bundesweit transferiert werden. Gleichzeitig sollen einzelne Elemente einer Grundbildungsplanung an unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen im städtischen und ländlichen Raum angepasst werden. Dafür ist es notwendig, kommunale Akteure mit einzubeziehen, die Erfahrungen aus den Projekten der vergangenen Förderschwerpunkte ­genau in den Blick zu nehmen und darauf aufbauend differenzierte Instrumente zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen.

Laufzeit

10/2015 – 09/2018

Förderung

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen W140700 gefördert.

Bundesministerium für Bildung und Forschung
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